Redewettbewerb

die RSV bei ratiopharm ulm

„Grüße aus der Zukunft“

… wir wandern von Stiften und Papier zur digitalen Welt. Die Schülerinnen und Schüler kommen mit Hoverboards anstatt mit Fahrrädern in die Schule. Al posto dei soliti parcheggi  per le biciclette, ci sono delle prese di corrente per ricaricare la batteria dei Hoverboard. In der Aula der Schule sind aus Kunststoff gemachte Bäume, die das Gefühl vermitteln, mitten in der Natur zu sitzen. Der Boden ist aus Glas und durchsichtig, damit man digital verschiedene Fußböden je nach Jahreszeit wählen kann. Im Frühling z.B. stellt er eine Wiese mit Blumen dar. Le scale normali furono sostituite in scale mobili. Die Türen der Klassenzimmer lassen sich mit den Fingerabdrücken der Lehrerinnen und Lehrer öffnen. Jeder Tisch hat eine Taste in der Mitte. Wenn man diese drückt, erscheint ein blauer Strahl, das ist der „unsichtbare Laptop“. Questo portatile usano gli alunni, se hanno dimenticato il loro ipad a casa.
Wie findet ihr das? Klingt wie in einem Sciencefiction Film, oder?…“

Das ist ein Ausschnitt von Josefine Tiddias Rede, mit der sie am bundesweiten Redewettbewerb „Mehr Sprachen – mehr WIR“ teilgenommen hat. Wer Josefines ganze Rede sehen und hören möchte, findet diese hier:

„Mehr Sprachen – mehr WIR“ wurde von der deutschen Kinder- und Jugendstiftung ins Leben gerufen und fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler aller Schultypen ab der 7. Klasse, die neben Deutsch eine weitere Sprache so gut sprechen, dass sie eine gut verständliche Rede in beiden Sprachen halten können.
Nach anfänglicher Euphorie bei vielen, die an diesem Wettbewerb teilnehmen wollten, ließ die Begeisterung nach, als es ernst wurde. Aber drei Schülerinnen unserer Schule nahmen trotz stressigem Schulalltag die Herausforderung an und schrieben ihre erste zweisprachige Rede zu folgenden Themen:

  • Grüße aus der Zukunft – wie wird die Welt von morgen sein? (Josefine Tiddia, 8 a)
  • Die Schule meiner Träume (Zeynep Celik, 9 c)
  • Safe place – wer oder was ist dein Zuhause? (Stella Asselborn, 9 c)

Mit diesen Reden hatten die Drei die Gelegenheit sich selbst, ihre Sprache und ihre Gedanken zu einem Thema, das sie interessiert, zu präsentieren. Und das gelang ihnen richtig gut!
Vor allem Josefines Rede überzeugte die Jury in Berlin, sodass sie es in die zweite Runde schaffte. Von über 200 Reden in 36 Sprachkombinationen wurde Josefines deutsch-italienische Rede  als einer der 20 besten ihrer Alterskategorie ausgewählt. Das war wirklich eine besondere Leistung!
Das bedeutete für Josefine, dass sie ein neues Thema auswählen und eine längere, zweite Rede schreiben musste. Zusätzlich nahm sie an einem Rhetorik-Training teil und entwickelte somit ihre Redekünste weiter. Leider war die Konkurrenz in der 2. Runde zu stark und Josefine schaffte es mit ihrer Rede „Schule der Zukunft“ nicht ins Finale nach Berlin.

Insgesamt war es beeindruckend, wie viel Engagement, Kreativität und Herzblut unsere drei Schülerinnen in ihre Reden investierten. Sie schafften nicht nur ihre Sprachkompetenz in zwei Sprachen zu präsentieren, sondern auch Mehrsprachigkeit als Gewinn einer Gesellschaft aufzuzeigen.

Im kommenden Schuljahr wird der Wettbewerb erneut stattfinden und wir hoffen auf viele Schülerinnen und Schüler, die ihre Meinung und ihre Sprache präsentieren möchten – da sind die Preise wie Airpods, Eintrittskarten für einen Freizeitpark und eine Reise nach Berlin doch Nebensache, oder? 

Maren Strohal und Janina Thiele-Oppel

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